Presse und Ehrengäste vor dem Durchschlag des Holstein Tunnels vor der noch geschlossenen Felswand bei Sontra

Ein Meilenstein im Fels

Feierlicher Durchschlag am Tunnel Holstein (A 44)

Ein historischer Tag für den Lückenschluss der Autobahn A 44 zwischen Kassel und Herleshausen: Nur rund 15 Monate nach dem feierlichen Tunnelanstich im Frühjahr 2025 haben die Mineure den Berg bezwungen. Am 23. Juni 2026 wird der offizielle Durchschlag des Tunnels Holstein bei Sontra gemeinsam gefeiert und wo zuvor massiver Fels den Weg versperrt, ist nun der Weg frei auf einen der anspruchsvollsten Abschnitte dieses europäischen Infrastrukturprojekts.

Ingenieursgemeinschaft – Gemeinsam stark

Ein solches Mammutprojekt lässt sich ausschließlich durch das nahtlose Zusammenspiel spezialisierter Partner realisieren.

Wir bei CONFIDO Ingenieure sind stolz darauf, als aktiver Teil der Ingenieursgemeinschaft (INGE) dieses anspruchsvolle Vorhaben maßgeblich mitzugestalten. In dieser starken Gemeinschaft steuern und überwachen wir die Maßnahme Seite an Seite mit unseren geschätzten Partnern:

  • BUNG Baumanagement GmbH
  • ARCADIS Germany GmbH
  • GEOCONSULT Deutschland GmbH

Während spezialisierte Bauunternehmen die bauliche Umsetzung unter Tage realisieren, liegt die übergeordnete Steuerung und Qualitätssicherung in unseren Händen: Gemeinsam im Auftrag der DEGES übernehmen wir innerhalb der Ingenieursgemeinschaft die Bauoberleitung sowie die örtliche Bauüberwachung der gesamten Maßnahme. Dass wir die Fäden bei der Überwachung dieses komplexen Projekts zusammenhalten, ist für uns täglicher Ansporn. Einen tieferen Einblick in die Meilensteine dieses Streckenabschnitts findest du auch in unserem früheren Beitrag Verkehrsfreigabe A44 – ein Meilenstein für Hessen und die Zukunft.

Technische Spitzenklasse im Inneren des Berges

Der Tunnel Holstein beeindruckt nicht nur durch seine schiere Größe, sondern vor allem durch die technische Präzision, mit der die ausführende Bau-ARGE ans Werk geht, die aus den Unternehmen BEMO Tunneling, Subterra (Tunnelbau/Ingenieurbau), Josef Rädlinger und Stutz (Streckenbau/Erdarbeiten) besteht :

  • 1.664 Meter Länge: Der zweiröhrige Tunnel wird im klassischen bergmännischen Vortrieb hergestellt.
  • Umfangreicher Materialtransport: Rund 450.000 Tonnen anspruchsvolles Gestein werdenwährend der Bauphase aus dem Berg ausgebrochen und abtransportiert.
  • 250.000 Kubikmeter Beton: Direkt vor Ort produzieren mobile Mischanlagen der Firma BeMo den Spritzbeton zur Hangsicherung sowie den Beton für die extrem robusten Innenschalen.
  • Regionale Hightech-Baustoffe: Zum Einsatz kommen hochspezialisierte Zemente (wie der spritzoptimierte PZ Dreifach SB) aus dem nahegelegenen Dyckerhoff Werk Deuna, die selbst bei eisigen Temperaturen optimale Verarbeitungseigenschaften garantieren.
  • Digitale Premiere: Als eines der ersten Tunnelbauprojekte in Deutschland setzt die DEGES hier konsequent auf die modellbasierte Methode Building Information Modeling (BIM) in der Bauausführung – ein echter Quantensprung für die Effizienz und Qualitätssicherung.

Stimmen der Feierlichkeit:
Respekt und ein herzliches „Glückauf“

Die feierliche Zeremonie direkt auf der Baustelle hat den idealen Rahmen geboten, um die außerordentliche Leistung aller Beteiligten gebührend zu würdigen.

Dr. Stefan Franz (DEGES) lobt in seiner Ansprache die planerische Punktlandung und die hervorragende Kooperation aller Beteiligten. Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt betont, wie sehr die Menschen in der Region diesem Meilenstein entgegengefiebert haben, da die Fertigstellung künftig für eine massive Verkehrsberuhigung und eine deutliche Steigerung der Lebensqualität sorgen wird.

Ein besonders emotionaler Moment ist die Rede von Martin Fischer (BEMO). Er richtet ein großes und herzliches Dankeschön an das gesamte Team unter Tage, das die eigentliche Schwerstarbeit geleistet hat.

Ein ebenso großes Lob gilt unseren CONFIDOs vor Ort! Mit fachlicher Präzision, Ausdauer und echtem Teamgeist sorgen sie tagtäglich dafür, dass dieses komplexe Großprojekt sicher auf Kurs bleibt. Wir freuen uns sehr auf die nächsten Schritte bis zur endgültigen Verkehrsfreigabe!

Der Baufortschritt im Bewegtbild

Um die enorme Dimension und das Zusammenspiel der verschiedenen Bauwerke entlang der Trasse hautnah mitzuerleben, lohnt sich ein Blick aus der Vogelperspektive: Die beeindruckenden Drohnenaufnahmen zeigen den Stand der Arbeiten rund um die Tunnelportale und die angrenzenden Streckenabschnitte im Februar 2026. Sie machen eindrucksvoll sichtbar, mit wie viel logistischer Präzision hier gearbeitet wird:

Fotomaterial: © CONFIDO Ingenieure. Video: © tempus.mediair